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Yoga-Energie: von Indien nach Siam

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Luftwurzeln in Thailand


Da die ursprünglich indische Yoga-Massage und später in Thailand kultivierte Thai-Massage im wesentlichen von indischen Mönchen entwickelt wurde, liegt es auf der Hand, dass sie ursprünglich als ein den Dharma (spiritueller Weg) unterstützende Heilmassage,
im Sinne einer sozialen Meditation eingesetzt wurde.

Vorrangiges Ziel der Behandlung ist, über eine Stimulierung und Balancierung der Körper-Energie,
den Massage-Gast an die Erfahrung der Meditation heranzuführen,
im Idealfall erlebt man während der Massage eine Meditation.
(Das Wort Medi-zin stammt übrigens -sicher nicht zufällig- vom selben Wortstamm wie Medi-tation)

Das Erleben tiefster innerer Ruhe bei gleichzeitig höchster Wachheit beseitigt, so die Lehre des Buddha,
die Wurzeln des menschlichen Leids.
Dies lehrte auch schon Yoga-Meister Patanjali im berühmten Yoga-Sutra:
indem die sich durch Unbewusstheit, Ich-Haftigkeit und die anderen Leidenswurzeln
(Kleshas, diese sind: Unbewusstheit, Ich Haftigkeit, Gier, Haß, Anhaftung) angetriebenen,
immerfort selbst reproduzierenden Gedankenkreisläufe, beruhigt werden,
(Chitta Vrittis sind: immer-Fort-Bewegungen von geistigen Vorgängen des Erkennens, Vorstellungen, Erinnerungen und Schlaf)
"verrotten" sozusagen die alten Wurzeln" des Leidens,
und die neuen geistigen Samen (Samskaras) für unser zukünftiges Handeln werden transformiert.

Durch die Verminderung der giftigen Wirkungen der Leidenswurzeln
und das Schaffen von Raum für neue Leid-befreiende Handlungen, geschieht Heilung.

Um dahin zu gelangen, muß der Mensch i.d.R. sich auch seiner negativen Aspekte bewusst werden,
um existentiell zu verstehen, was der Urantrieb jener Chitta-Vrittis ist.
Dieses Erfahren und das schmerzhafte Annehmen der eigenen dunklen Seite ist es,
was die chrislichen Mystiker als "dunkle Nacht der Seele" bezeichnen.

Hier sind Berührungspunkte zu schamanischen Heil-Methoden zu erkennen,
die verblüffenderweise weltweit (archetypisch bedingt ?) ähnliche Grundzüge aufweisen.

Es geht in der sogenannten Thaimassage im Wesentlichen also nicht um das Entfernen von Symptomen,
sondern vielmehr um einen übergreifenden, sich in einem sozialpsychologisch-energetisch-spirituellen Feld gründenden Heilungseffekt.






Philosophie immanenter Tranzendenz

Patanjali ist der Autor der maßgebenden Yoga-Schrift schlechthin, des "Yoga-Sutras"
Ohne das Yoga Sutra ( ca. 2000 jahre alt ) hätte der Yoga heute nicht die Bedeutung, die er weltweit hat.
Die Philosophie des Yoga-Sutra baut wiederum auf der noch älteren "Samkhya" Philosophie auf.

Hier eine etwas vereinfachte Darstellung der Samkhya-Yoga Philsophie im christlichen Kontext:

Yoga betont, dass Gott (im Yoga Ishvara genannt),
innen und aussen tranzendiert, d.h. der "Himmel" ist nicht nur über uns uns im weiten Raum des
Universums, sondern auch im Innersten jedes Einzelnen...
Gott ist freilich weder fassbar noch definierbar, allerdings, und darin stimmt Patanjali mit den chrstlichen Mystikern überein,
ist er für jeden Mensch konkret erfahrbar. Dies ist unser höchster Wille und Freiheit.
Jeder Mensch hat, so beschreiben es Samkhya und Yoga einen individuelles "Seelen-Fenster"
zum (inneren) Himmelreich Gottes: "Puruscha"

"Purusha" kann man im christlichen Kontext auch als Seele des Menschen übersetzen.
So ist im Prinzip von Natur aus die "Infrastruktur" für eine Rückverbindung
( d.h. Religio bzw. Yoga) zu Ishvara, dem Allgegenwärtigen EINEN angelegt.

Wie Samkhya und Yoga erklären, schaut Gott durch jeden von uns hindurch (!)
und erzeugt mit Hilfe unseres Geistes und der Sinneskräfte die Welt.
Die Gesamtheit aller Sinne bildet in der Leib-Seele Ganzheit einen energetischen Spiegel.
Unser Denken ist keine Aktivität eines von der materiellen Welt separierbaren "Ich's"
, sondern besteht aus Reflexionen in jenem Spiegel.
Je klarer unsere Sinne, umso klarer unsere Reflexions Kraft.
Es heisst also im Yoga: nicht ich denke - sondern: bin gedacht !